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Um sich klar zu machen, was Wissenschaftlichkeit bedeutet, erörtern wir kurz die grund­legenden Vorgehens­weisen hinsichtlich der Erstellung von Theorien. Hierbei gibt es zwei Methoden: die induktive (hinführende) und die deduktive (ableitende) Methode. Die induktive Methode ist die Herleitung allgemeiner Regeln aus Einzelfällen. Hier führen wir Einzelfälle auf einen allgemeinen Fall hin (hinführende Methode). Mit der hinführenden Methode versuchen wir z.B. die Geschwindig­keitsformel aus Einzelfällen herzuleiten, um sie allgemein anwenden zu können. Wir lassen mehrere Fahrrad­fahrer eine gerade Strecke bestimmter Entfernung fahren, wobei jeder eine andere Geschwindigkeit hat, die aber während der ganzen Strecke beibehalten wird. Wir messen die Zeit, die der jeweilige Fahrrad­fahrer braucht, um diese Strecke abzufah­ren. Dabei stellen wir fest, dass derjenige, der eine höhere Geschwindigkeit hat, weniger Zeit braucht. Der Langsamere braucht länger. Ferner stellen wir fest, dass bei doppelter Geschwindigkeit die Zeit halbiert werden kann. Bei halber Geschwindigkeit verdoppelt sich die Zeit. Da wir nun ein bisschen Mathematik anwenden können, fällt es uns leicht, die Geschwindig­keitsformel zu finden. Wir setzen:

Zeit = Wegstrecke geteilt (dividiert) durch Geschwindigkeit

und formen um zu:

Geschwindigkeit = Wegstrecke geteilt (dividiert) durch Zeit.

 

Diese Geschwindigkeitsformel lässt sich nun nicht nur für den Fahrradfahrer anwenden, sondern auch für das Auto, für den Zug und Vieles mehr. So haben wir Einzelfälle hergenommen, um von diesen auf allgemeine Fälle schließen zu können. Diese Methode ist die induktive Vorgehensweise.

Die deduktive Methode ist die umgekehrte Vorgehensweise; sie ist die Ableitung (Herleitung) des Besonderen aus dem Allgemeinen. Dies wäre z.B. der Fall, wenn wir feststellen, dass alle Schwäne, die wir jemals zu Gesicht bekommen haben, weiß sind. Wenn wir aufgrund dieser Beobachtung schluss­folgern, dass dann alle Schwäne weiß sind und daher jeder Schwan, den wir auch in Zukunft zu Gesicht bekommen werden, ebenfalls weiß sein muss, haben wir eine deduktive Methode gewählt. Ob diese Methode seine Richtigkeit hat, muss von Fall zu Fall geprüft werden. Jedenfalls braucht es nur eine einzige Ausnahme, um die vermeint­liche Gesetzmäßigkeit zunichte zu machen. Dann haben wir es nicht mit einem Gesetz zu tun, sondern mit einer Regel, die eben Ausnahmen hat. So braucht z.B. nur jemand daherzu­kommen und sagen, dass er einen schwarzen Schwan gesehen hat, und schon hat das vermeintliche Gesetz, dass alle Schwäne weiß sind, Ausnahmen. Dann besagt diese Regel, dass wir es im Regelfall zwar mit weißen Schwänen zu tun haben, dass es aber in Ausnahmefällen auch schwarze Schwäne gibt.

Wie ist es nun um die induktive Methode bestellt? Ist diese besser oder sicherer als die deduktive Methode? Um dies zu beantworten, kommen wir auf die Geschwin­digkeits-Formel zurück. Lässt sich diese tatsächlich verallge­meinern? Die Antwort ist 'Nein'. Denn es gilt als gesichert, dass sich bei Objekten oder Teilchen, die sich mit annähernder Lichtge­schwindigkeit bewegen, obige Geschwindigkeits­formel nicht mehr anwenden lässt. Sie muss durch eine etwas kompliziertere Formel ersetzt werden. So hat die einfache Formel doch keine Allgemein­gültigkeit.

Wir bezeichnen die allgemeinere Geschwindigkeits-Formel als relativistische Formel. Die relativistische Geschwindigkeits-Formel ist Teil der Allgemeinen Relativitäts-Theorie.

Wir sehen, dass die induktive Methode auch nicht die wirklich bessere Methode ist. Ergebnisse, die über diese Methode erzielt werden, können ebenfalls Regeln mit Ausnahmen darstellen. So ist beiden Methoden ein Grundprinzip gemein. Und dieses ist, dass jede Ausnahme ein vermeintliches (erhofftes) Gesetz allenfalls zu einer Regel macht.

Eine Theorie, die Gesetze beschreibt, welche nicht alle Phänomene integriert, ist unvollständig. Und wenn nur ein Phänomen ein bestimmtes Gesetz außer Kraft setzt, ist das Gesetz kein wirkliches Gesetz, allenfalls eine Regel, die halt Ausnahmen hat. Wenn es dann Ausnahmen gibt, muss die entsprechende Theorie solange verändert werden, bis sie keine Ausnahmen mehr erlaubt. Dann erst können wir von wirklichen Gesetzen sprechen. Dies ist die richtige Vorgehensweise.

Heutiger Wissensstand. Wir wissen, dass die etablierten Naturwissenschaften bei weitem noch nicht alles erklären können. Zu nennen sind z.B. dunkle Energie und dunkle Materie, wobei diese nur indirekt festgestellt werden können. Ferner kann die Naturwissenschaft mit ihren Modellen keine Entscheidung herbeiführen, ob diese Welt, die wir wahrnehmen, wirklich ist oder eine eingebildete Welt. Viele weitere Fragen sind noch ungelöst. So darf ich ruhig ein paar Schlagzeilen aus der Zeitschrift ‚Bild der Wissenschaft‘ zitieren:

·   die 5 größten Rätsel der Astronomie (Ausgabe 6/2006).
·    mysteriöses Universum - wie sind die rätselhaften Naturkonstanten zu
    erklären? (Ausgabe 8/2006).  
·   die 7 Rätsel der Hirnforschung (Ausgabe 1/2007).  
·   Zeit ist nur eine Illusion – warum die Physiker nicht mehr mit ihr rechnen (Ausgabe 1/2008).

Desweiteren gibt es Phänomene, die in die bisherigen Theorien der etablierten Naturwissenschaft nicht passen. Zu nennen sind z.B. Phänomene, die im Hypnosezustand oder in einem entsprechenden mentalen Zustand erreichbar sind. Z.B. unbeschadet über heiße Kohlen gehen können (z.B. wurde am 22. März 2003 in St. Lorenzen  (Österreich) der Weltrekord in dieser Disziplin auf 250 Meter verbessert). Brandmale am Körper ohne Einfluss von Hitze oder Feuer verursachen können. Nicht zu vergessen ist der sogenannte Placebo-Effekt. Hier werden Patienten Tabletten verabreicht, die keinen Wirkstoff haben. Die Patienten lässt man im Glauben, in diesen Tabletten seien Wirkstoffe enthalten. Weil jene daran glauben, dass da welche drin sind, heilen sie sich selbst, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Sodann gibt und gab es Menschen, die ohne irdische Nahrung und teilweise auch ohne Flüssigkeitsaufnahme leben können bzw. konnten, was im Übrigen nicht neu ist. So hat z.B. Bruder Klaus (Nikolaus Löwenburger) im 15. Jahrhundert 19 Jahre lang nur von Hostie allein gelebt. Oder Therese Neumann, geboren 1898 in Nordbayern und gestorben 1962, die die Wundmale Christi trug, trank über Jahrzehnte nichts und lebte während dieser Zeit auch nur von einer Hostie pro Tag. Ein 76-jähriger indischer Fakir hat nach eigenen Angaben seit 65 Jahren nichts mehr gegessen und getrunken und ein zunächst ungläubiges Ärzteteam verblüfft: http://www.stern.de/wissen/mensch/unerklaerlich-seit-65-jahren-auf-nulldiaet-516291.html. Über diesen Fakir hat auch der Radiosender SWR3 am 26.11.03 kurz nach 12h00 berichtet. Mittlerweile soll es derzeit mehr als 200 Menschen auf Erden geben, die ohne Nahrung und teilweise auch ohne Flüssigkeit auskommen können. Dies seien nur Beispiele, welche im Einklang mit den Erkenntnissen und Ergebnissen der Spiritualwissenschaften und sogar mit der modernen Physik sind.

Genannte Phänomene werden deshalb gerne als wissenschaftlich nicht belegt abgestempelt, weil sie einfach nicht in die Theorien der etablierten Naturwissenschaften passen. Wenn wir weiter nachforschen würden, würden wir auf viel mehr Fälle stoßen, um sagen zu müssen, dass es mehr geben muss, als die Naturwissenschaft bislang erklären kann. Noch sind diese Phänomene die Ausnahmen, die aber die materiellen Gesetze sprengen und sie daher zu einer Regel machen. Denkbar ist, dass diese Ausnahmen sogar selber zur Regel werden können oder gar zum Gesetz.

Ja, es gibt sogar Physiker, die bereits schon von sogenannten 'Flexilaws' (flexible Gesetze) sprechen, also von sich verändernden Gesetzen, was eher davon zeugt, dass es sich bei den physikalischen Gesetzen um gar keine wirklichen Gesetze handelt. Aus genannten Gründen sieht es eher so aus, dass es über den physikalischen Gesetzmäßigkeiten (= Regeln?) übergeordnete Gesetzmäßigkeiten gibt, die wir dann erst zu den wirklichen Gesetzen zählen können. 

An dieser Stelle sei angemerkt, dass die östlichen Religionen von entstehenden, vergehenden und veränderlichen Weltgesetzen (Dharmas) spricht. Über diese Aussage gehe ich in 'Kreisschluss' näher ein. Dies heißt, dass die Physik immer mehr zu den Erkenntnissen kommt, dass wir es in dieser Welt mit sich verändernden Gesetzen zu tun haben (Flexilaws). Damit wird die Unentscheidbarkeit seitens der Physik, ob die materielle Welt eine reale oder eingebildete Welt ist, immer mehr aufgehoben. Die weiteren Seiten zeigen auf, dass es sich um eine eingebildete Welt handeln muss.

Eine kleine Gegenüberstellung von Wissenschaft und Religion. Gemeinhin wird vielleicht immer noch geglaubt, dass die Wissenschaften mehr mit Wissen zu tun haben und die Religionen mehr mit Glauben. Ist dem wirklich so? Vielleicht hier eine kleine Gegenüberstellung beider Wissens- und Glaubensrichtungen, die zu denken geben sollte:

 

 

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